Eine der ersten Computergrafiken

Grafikdesign beschreibt die Kunst, seinen Mitmenschen unterschiedliche Sachverhalte optisch zu vermitteln. Gerade in einer Informationsgesellschaft fällt dem Grafikdesigner also eine wichtige Rolle zu. Sei es in der Werbung oder der Öffentlichkeitsarbeit, auf Flyern oder Plakaten, meist bleibt nur wenig Zeit, dem Betrachter die richtige Botschaft zu übermitteln.

Einsatzgebiete

Nahezu überall, wo mithilfe von Bildern kommuniziert wird, wird Grafikdesign betrieben. Nur wenn es um das Internet geht, wird gemeinhin von Webdesign gesprochen, auch wenn es dort durchaus Überschneidungen zum herkömmlichen Grafikdesign gibt. Häufig geht es darum, dem Betrachter Informationen zu vermitteln, ohne dabei jedoch auf die Benutzung von Text zurückzugreifen. So werden in vielen Bereichen gerne Piktogramme eingesetzt, die mit einem einfachen Bild zeigen, wie man sich in einer bestimmten Situation zu verhalten hat. Wer schon einmal in einem fremden Land gewesen ist, ohne die Landessprache zu beherrschen, wird die Vorteile einer Toilettentür kennen, die nicht nur Worte benutzt, um mitzuteilen, ob die Tür zu einer Damen- oder einer Herrentoilette führt.

Doch auch abseits der reinen Informationsübermittlung gibt es für den Grafikdesigner reichlich zu tun. Gerade die Werbung lebt häufig weit weniger von der Information und versucht stattdessen, Emotionen in den potenziellen Kunden hervorzurufen. Der Volksmund behauptet, ein Bild sage mehr als tausend Worte, und gerade wenn es um Gefühle geht, lässt sich dem nur schwer widersprechen. Sei es der traumhafte Südseestrand oder ein Segelschiff, das sich auf hoher See befindet und dort den Naturgewalten strotz, wer sein Produkt oder seine Marke mit einem bestimmten Image verbinden will, ist gut beraten, keine langen Texte zu veröffentlichen, sondern ein Plakat, das dieses Image transportiert.

Methoden

Um diese Aufgaben zu erfüllen, stehen dem Grafikdesigner vielfältige Möglichkeiten bereit, ein visuelles Konzept zu erarbeiten und umzusetzen. Abhängig von den jeweils aktuellen Wünschen und Zielen stehen ihm alle Möglichkeiten offen, ein Design zu entwerfen, das den individuellen Bedürfnissen seines Auftraggebers entspricht. Er kann dafür auf Fotos zurückzugreifen oder Bilder am Computer erstellen. Er passt Text in seiner Größe und Schriftart so an, dass er optimal in das Gesamtkonzept passt.

Doch auch wo einfache Grafiken an ihre Grenzen stoßen könnten, hat der Grafikdesigner mittlerweile Lösungen parat. Unter dem Begriff Kommunikationsdesign werden Methoden zusammengefasst, die die gesamte Kommunikation eines Unternehmens beschreiben und nicht mehr nur auf die visuelle Ebene beschränkt sind. So hat sich in den letzten Jahren auch das Berufsbild des Grafikdesigners einem stetigen Wandel unterzogen.

Der Beruf des Grafikdesigners

Auch wenn es sich bei Grafikdesigner nicht um einen rechtlich geschützten Begriff handelt, gibt es in Deutschland doch verschiedene Wege, diesen Beruf zu erlernen. Hierbei werden schulische Ausbildungen angeboten als auch die Möglichkeit gegeben, Grafikdesign an verschiedenen Hochschulen zu studieren, sowohl als eigenständiges Studienfach als auch als Vertiefungsmöglichkeit anderer gestalterischer Studiengänge.